Rückblick

Jahresbericht 2020


Schweiz

Das BFS setzt seinen Transformationsprozess fort

Die Transformation des BFS zu einem umfassenden Datenamt wurde 2020 weitergeführt und wichtige Innovationsprojekte konnten weiterentwickelt werden.

Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft (DSCC)

Die Datenwissenschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung, nicht zuletzt in der öffentlichen Verwaltung. Sie umfasst sogenannte «intelligente» Berechnungen (Algorithmen), mit denen bestimmte komplexe Aufgaben automatisiert werden können. Dadurch kann der Bund seine Aufgaben effizienter erfüllen.
Der Bundesrat hat am 13. Mai 2020 beschlossen, ein im BFS angesiedeltes nationales Kompetenzzentrum für Datenwissenschaften zu schaffen. Als Kompetenzzentrum für die öffentliche Statistik in der Schweiz hat das BFS langjährige Erfahrung im Umgang mit komplexen Fragestellungen und grossen Datenvolumen. Es verfügt zudem über einen eigenen Dienst für Methodik.
Das neue Zentrum wird ab 2021 die Bundesverwaltung dabei unterstützen, Projekte im Bereich Datenwissenschaft umzusetzen. Dazu sollen der Wissenstransfer innerhalb der Bundesverwaltung sowie der Austausch mit wissenschaftlichen Kreisen, Forschungsinstituten und den für die praktische Anwendung zuständigen Stellen begünstigt werden. Das Kompetenzzentrum wird insbesondere dazu beitragen, unter Berücksichtigung des Datenschutzes transparente Informationen zu produzieren.

Nationale Datenbewirtschaftung (NaDB)

Bereits 2019 hatte der Bundesrat dem BFS den Auftrag gegeben, die Mehrfachnutzung der Daten voranzutreiben und so die Personen und Unternehmen zu entlasten. Dieser Entscheid wurde dieses Jahr noch einmal bekräftigt, indem der Bundesrat am 25. November 2020 von vier Berichten Kenntnis genommen hat, die den Fortschritt des Programms «Nationale Datenbewirtschaftung» (NaDB) aufzeigen. Zudem wurden weitere Schritte zur Mehrfachnutzung von Daten in Auftrag gegeben.

Open Government Data (OGD)

Die «Open Government Data»-Strategie der Schweiz für die Jahre 2019 bis 2023 wurde am 30. November 2018 vom Bundesrat verabschiedet. Ziel dieser Strategie ist es, Verwaltungsdaten, die im Rahmen der Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben erstellt und verwaltet werden, von den Verwaltungen unentgeltlich, zeitnah, in maschinenlesbarer Form und in einem offenen Format zu publizieren. Das BFS wurde mit der Umsetzung der Strategie und der Prüfung, wie Open Government Data (OGD) rechtlich verankert werden kann, beauftragt. 2020 wurde der Vorschlag erarbeitet, die Rechtsgrundlage für OGD im Bundesgesetz über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben zu integrieren. Der Bundesrat hat am 11. Dezember 2020 die Vernehmlassung zu diesem Bundesgesetz eröffnet.

Nationaler Adressdienst

Derzeit gibt es keinen nationalen Dienst, mit dessen Hilfe Schweizer Behörden den Wohnsitz und die Adresse der Einwohnerinnen und Einwohner über Kantonsgrenzen hinweg suchen oder bestehende Adressdaten aktualisieren können. Das BFS entwickelt daher das Bundesgesetz über das nationale System zur Abfrage von Adressen natürlicher Personen (Adressdienstgesetz, ADG). Dieses soll die Grundlage schaffen, damit der Bund einen nationalen Adressdienst bereitstellen kann. Der Bundesrat hat am 11. Dezember 2020 von den Ergebnissen der Vernehmlassung zum Adressdienstgesetz Kenntnis genommen.

Die Geschäftsleitung bei den Dreharbeiten für das Video, das die traditionelle Amtsgemeinde ersetzte.
© Laurent Monnard / BFS

... Die Schweizer Statistik auf internationaler Ebene

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