Bevölkerung

Kennzahlen

Szenarien – ein Blick in die Zukunft

Die Statistik blickt in der Regel zurück. Mit den im Mai 2020 veröffentlichten Szenarien 2020 bis 2050 wagt sie einen Blick in die Zukunft. Mit der neuen Erhebungsform der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung, die ab 2021 als Onlinebefragung durchgeführt wird, machen wir einen Schritt nach vorn.

Seit 1984 erstellt das BFS in Zusammenarbeit mit anderen Bundesstellen periodisch Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz. Mit den im Mai 2020 veröffentlichten Szenarien 2020 bis 2050 liegt bereits die achte Serie der Bevölkerungsszenarien vor. Die Szenarien zur demografischen Entwicklung werden wieder durch Vorausschätzungen zur Entwicklung der Erwerbsbevölkerung und zum Bildungsniveau der Bevölkerung ergänzt. Die wichtigsten Erkenntnisse dieser neuen Szenarien sind, dass die Bevölkerung der Schweiz in den nächsten 30 Jahren hauptsächlich infolge der Wanderungsbewegungen zunehmen und sich immer mehr auf das Einzugsgebiet der grossen Agglomerationen Zürich und Genf konzentrieren wird. Die Alterung der Bevölkerung schreitet voran und wird sich zwischen 2020 und 2030 stark beschleunigen.

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)

2020 wurden die Vorarbeiten zur Modernisierung der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) abgeschlossen. Bis 1991 wurde die SAKE rein telefonisch durchgeführt. Seit Januar 2021 werden die Teilnehmenden aufgefordert, die Fragen via Internet (Smartphone, Tablet oder PC) zu beantworten. Die Möglichkeit, telefonisch teilzunehmen, besteht weiterhin. Zudem wurde der Fragebogen an die neuen Anforderungen von Eurostat angepasst. Covid-19 hat die Qualität der Erhebung erfreulicherweise nicht beeinträchtigt. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt besser zu erfassen, wurden die entsprechenden Indikatoren wie Arbeitszeit oder Heimarbeit nicht wie sonst jährlich, sondern quartalsweise produziert.

Mortalitätsmonitoring

Zur Beobachtung der Covid-19-Pandemie und ihrer Entwicklung werden wöchentlich statistische Daten zu den Todesfällen produziert und an Eurostat übermittelt. Sie beruhen auf den Informationen des Zivilstandsregisters INFOSTAR und den Datensätzen zur Anzahl Todesfälle nach Altersgruppe, Geschlecht und Kanton. Auf der Grundlage dieser Daten hat das BFS ein Mortalitätsmonitoring eingerichtet, das die Übersterblichkeit aufzeigt.

Ende 2019 hat das BFS die Schweizer Berufsnomenklatur (CH-ISCO) überarbeitet. 2020 stand die Revision der Berufsbezeichnungen im Fokus. Dabei wurden einerseits neue Berufe aufgenommen, andererseits wurde eine verkürzte Liste erstellt, um in telefonischen sowie Online-Erhebungen die Suche nach den Berufen zu vereinfachen. Eine vollständige Liste wird trotzdem beibehalten, um die Berufe, die von den Teilnehmenden von Hand auf den Papierfragebogen eingetragen werden, möglichst genau zu kodieren.
Die Berufsnomenklatur und die Liste mit den Berufsbezeichnungen sind auf dem BFS-Portal verfügbar. Diese Metadaten werden zudem demnächst auch auf der neuen Interoperabilitätsplattform des BFS, die 2021 aufgeschaltet wird, zur Verfügung gestellt. Dadurch wird die Verwendung von gemeinsamen Metadaten innerhalb und ausserhalb der Bundesstatistik vereinfacht.